Electric Dragon 80.000 V

Japan 2001

Länge: 55 min.


Regie: 

Ischii Sogo

Darsteller:

Tadanobu Asano
Masatoschi Nagase


Inhalt:

Wie so viele Kinder beantwortet der kleine Morrison den gut gemeinten Rat seiner Mutter „kletter mal lieber nicht auf den Hochspannungsmast da“  natürlich mit „mir kann nichts passieren“ …. FALSCH! Wie vorherzusehen bekommt Morrison einen elektrischen Schlag sondergleichen. Und daher geht die ganze Misere des Films ja schon irgendwie auf seine eigene Kappe.
Gestorben ist er davon zwar nicht, aber von nun an fließen (fragt bitte nicht wie) 80.000 Volt durch seinen Körper. Weitere Nebenwirkungen: Sein innerer Drache (?!) ist durch diesen Unfall erwacht. Außer dass er durch den ausgeschlafenen Drachen jetzt mit, „Reptilien auf du und du“ ist, macht ihn diese Tatsache unglaublich wütend und auch ganz schön gewalttätig. Tja, was soll man da machen? Die naheliegende Lösung ist meistens die beste, also wird Morrison Boxer.

Nach kurzer Zeit stellt sich jedoch heraus dass er selbst für diese Karriere viel zu aggressiv ist. Also muss Morrison sich kurzerhand mit der zweitbesten Idee begnügen und macht ein Detektivbüro für entlaufende Reptilien auf. Hut ab, was für eine brillant gute Marktlücke! Daneben findet er noch Freude am spielen seiner E-Gitarre, welche auch jedes Mal angeflogen kommt (ja richtig gelesen) wenn er „GITTAAAAA“ ruft – coole Sache an sich. Eigentlich würde wahrscheinlich auch nicht mehr viel in diesen Film passieren, wäre da nicht ein Radio- und Fernsehtechniker, der seinerseits auch von einem Blitz getroffen wurde und seitdem zur Hälfte Buddha ist (häää?!). Wie dem auch sei, durch seinen Körper fließen daher sogar stolze 20 Millionen Volt!

Nachdem die beiden auf der Straße mehrmals aneinander vorbeilaufen, kommt der 50% Buddha irgendwie auf die Idee gegen Morrison kämpfen zu wollen. Den Grund dafür habe ich auch nach mehrmaligen Sinnieren nicht so richtig verstanden. Infolge dieses Geistesblitzes zersägt er aber erstmal recht akkurat Morrisons Gitarre und verpasst den Reptilienfreunden in traditioneller bayrischer Manier eine ordentliche Watschen. Nach dem sinnlosen Akt des Vandalismus wird er sogar noch von Morrison gefragt warum er ihn so wütend macht. Die kurze und leidenschaftslose Antwort darauf: „Weil ich dich wütend sehen will„. Aber sehen wir einfach mal über triviale Kleinigkeiten wie Gründe hinweg, denn jetzt heißt es Ring frei für:

DRAGON EYE MORRISON VS. THUNDERBOLT BUDDHA

Ein kleines Highlight im spannungsgeladenen Showdown über das ich mich besonders gefreut habe ist ein Ausraster von Morrison, bei dem er sich abermals unter Strom setzt …


…  und mit den Worten „Wenn ich dich 250 mal schlage ergibt das auch auch 20 Millionen Volt“ nun ebenbürtig auf Thunderbold Budda einprügelt. Eine bestechend überzeugende Logik! Für alles weitere fehlen mir wirklich jegliche Worte, daher könnt ihr euch im Trailer selber davon überzeugen wie das Ganze so abläuft:


Fazit:
Eigentlich ganz lustiger Unsinn, der wie eine stylisch-anarchische Schwarz-Weiß-Collage daherkommt, welche man nicht so richtig erklären kann, die einen aber trotzdem begeistert zurücklässt. Auch auf Grund der kurzen Spielzeit von 55 Min solltet ihr auf jeden Fall einmal reinzuschauen.

9 von 10 Punkten

American Cyborg Terminator

American Cyborg TerminatorElectric Dragon 80.000 V

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